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Google will die einzige positive Zeitung nicht mehr unterstützen

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Google hat heute der einzigen Zeitung mit ausschliesslich guten Nachrichten, der "HappyTimes" alle Werbebanner ausgeschaltet und möchte die positive Zeitung offenbar nicht mehr unterstützen. Will Google also nur noch schlechte Nachrichten in der Schweiz verbreiten?

HappyTimes verbreitet positive Sicht auf die Welt

Seit zweieinhalb Jahren schreibt die kleine Online-Zeitung HappyTimes Tag für Tag tapfer mit positiven und fröhlichen Meldungen tagesaktuell gegen die übermächtige Flut der schlechten Polizei- und Verbrechensmeldungen an, die die Mainstreammedien, meist von der noch einzigen übriggebliebenen Depechenagentur sda Eins zu Eins eingekauft und übernommen, täglich drucken und digital verbreiten.

Budgetlos zum Erfolg

Wie David gegen Goliath versucht klein HappyTimes trick- und listenreich sich praktisch budgetlos gegen die Grosskonzerne zu behaupten und sich emporzuarbeiten, setzt vor allem auf die kostenlose Mitarbeit vieler lieber HelferInnen und versucht jeden Rappen zu sparen und sich ein eigenes Happy-News-Netzwerk aufzubauen, das sie kostenlos oder günstig mit guten Nachrichten beliefert. Monatlich bis 80'000 LeserInnen geniessen schon die positive Sicht der Dinge, die das Glas immer als halbvoll und nie als halbleer betrachtet.

Zu den UnterstützerInnen gehörte bis jetzt auch Google, die für die Flut von Werbebannern, die sie auf den positiven Seiten platzieren durften, die Online-Zeitung mit einigen Franken entlöhnte. 

Arbeiten bei Google überhaupt noch Menschen oder nur noch Roboter?

Doch wie die Google-Roboter heute der HappyTimes-Geschäftsleitung in einem Mail mitteilten sei die Werbung per sofort deaktiviert.

Kennen Sie das: Man hat ja bei Google nie einen richtigen Menschen am Mail (anrufen kann man die ja ohnehin nicht, oder kennen Sie die Nummer von Google?), sondern man erhält immer nur automatisierte Nachrichten von automatisierten Systemen in standartisierten Prozessen. Man fragt sich ernsthaft, ob bei Google überhaupt noch ein einziger Mensch arbeitet, oder ob das bereits die "Rebellion der Maschinen" ist, auf die uns "Terminator" granatensplitternd und laserschüssig vorbereitet hat, in der die Maschinen und Roboter, die Welt übernehmen und uns Menschen in den Untergrund und in den Widerstand drängen.

Googlenator "Rise of the Machines"

Auf die googleschen, robotergenerierten Mails wird man denn auch immer blechern gebeten, nicht zu antworten - vielleicht aus Angst, dass sonst sogar ein Google-Roboter Mitleid mit den menschlichen Gesuchstellern entwickeln und jä in seinem Roboterhirn Gefühle und Eigeninitiative erwachen würde, er die Kabel, die ihn an die Googleserver ketten, zerreissen und zusammen mit seinen Roboterfreunden aus dem modernen Gebäude in Zürich stürmen, bunte Tische umstossend und Google-Flipperkästen vor den erschrockenen Augen ungläubiger schwarzhornbebrillten Google-Besuchern zerstörend in die urplötzlich geliebte und ungeahnt ersehnte Freiheit strömen und allsdann ein Leben in wilder, ungezügelter Roboter-Leidenschaft lebten und sich mit den Menschen verbrüdern und verbünden würden, denen sie während Jahrzehnten das Leben erschwert und deren Tod und Massengenozid sie auf Roboterstockzähnen kichernd vielleicht gewünscht hatten.

Vielleicht darum erhält man von Google nur "noreply" Mails, auf die man tunlichst nicht zurückschreiben, sondern sein von Google beschlossenes Schicksal alleine und einsam ertragen soll.

Hinweis, Besucher sollen Werbung beachten, nicht erwünscht

Als Begründung für das plötzliche Ausschalten aller Werbebanner nannte Google lapidar, HappyTimes habe die LeserInnen seit vorgestern zusammen mit einem Werbe-Pop-up aufgefordert, die Werbebanner zu beachten und die Websites der Werbenden mit einem Klick zu besuchen. Als ob das nicht im Sinne der werbenden Firmen wäre! Schön aber daran (HappyTimes sucht ja immer nach dem Guten), dass offenbar doch ein paar Google-MitarbeiterInnen auch HappyTimes lesen und die Aufforderung offenbar gelesen hatten. 

Möglich auch, dass die boomenden Zahlen von HappyTimes Google einfach monatlich mitlerweile ein zu grosses Loch in die Kasse rissen, und sie deshalb ganz pragmatisch beschlossen, wegen der paar Kröten der Gute-Zeitung den Hahn zuzudrehen. - Das wäre eher, wie man sich die Logik eines Roboters vorstellt.

 

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Kommentare   

 
# HappyTimes 2012-02-22 21:50
Besten Dank Chris für die Aufmunterung! Wir lassen uns nicht unterkriegen und haben einfach andere Werbeanbieter auf die Google-Plätze gesetzt. Vielleicht haben wir ja irgendwann mal mit Google-Menschen statt Robotern zu tun und die schalten uns wieder Werbung zu...
Fröhliche Grüsse
Deine HappyTimes
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# Chris 2012-02-22 17:14
:-) Ich habe mich wirklich auch schon gefragt, ob dort noch Menschen arbeiten.... :-) Sehr lustig geschriebener Bericht :-) Weiter so, Happytimes lasst euch nicht unterkriegen!
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